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Calla im Hotel Steigenberger
Heiligengeistbrücke 4 20459 Hamburg Innenstadt Telefon: 040 36806-0 Telefax: 040 36806-777 Internet: www.steigenberger-hamburg.de
"Yesterday", "Besame Mucho", "It Ain't Necessarily So" aus der Lobby wehen Pianoklänge herüber. Man sitzt schön hier, mit ein wenig Glück am Fenster zum Alsterfleet. Der Service ist tadellos . Gleich zum Start gibt es eine Garnele auf Gurkenspaghetti als Gruß aus der Küche.Zur delikaten Gänseleber mit vier Gewürzen gebraten auf karamellisierten Apfelspalten mit Orangen-Ingwer-Sauce weiß die Bedienung als passenden Begleiter einen italienischen Süßwein namens Vin Santo zu empfehlen. Und dennoch: Irgendetwas stimmt hier nicht. War es Absicht, dass das "Steigenberger" für sein gastronomisches Aushängeschild ausgerechnet das Souterrain vorgesehen hat? Dabei hätte es die wunderbar frische Frühlingsrolle mit Hummer, Gurken und Koriander durchaus verdient gehabt, in einem richtigen Speisesaal genossen zu werden. Vorspeisen weiß die euro-asiatische Küche des "Calla" zuzubereiten, die Hauptgänge fielen etwas ab: Die Artischocken und das an der Gräte gebratene Steinbuttfilet ergaben ein originelles Paar, der Fisch selbst war trotz Zitronengras und Apfel-Essig-Sauce wenig aufregend. Der glasierte Spanferkelrücken auf Kwan-Tung-Honigsauce hingegen war zart und aromatisch. Was aber der mit Mascarpone-Eis und Pandan-Rahmsauce servierte, etwas mehlige Erdbeerknödel mit Erdbeeren zu schaffen hat, blieb uns ein Rätsel. Gern gegessen haben wir ihn trotzdem.
Alfred Schreiber erkochte 15 von 20 Kochmützen im Gault Millau

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